Pfarre Traun - St. Martin

Adresse: Schubertstraße 10, 4050 Traun   Tel.: 07229/73396   Fax: 07229/73396-20   Email: pfarre.traun.stmartin@dioezese-linz.at

Marienkapelle

Als 1958 die Pfarrkirche St. Martin erbaut wurde, plante Pfarrer Ignatius Koller auch den Bau einer schönen Marienkapelle. Aus finanziellen Gründen konnte sie aber vorerst nur sehr einfach und provisorisch gestaltet werden und wurde damals „Wochentagskapelle“ genannt.

Im Jahre 1978 entschloss sich die Pfarre, die provisorische Kapelle nach den Plänen von Architekt Mag. W. Hartl, Linz, umzubauen und zu erneuern. Dazu wurde zunächst einmal durch einen entsprechenden Erd-aushub die heutige Raumhöhe von 2,95 Meter geschaffen, die Industrieglaswand mit einer Vollziegelmauer mit einer seitlichen Ausbuchtung für die Altarnische ersetzt und eine Glaskuppel über dem Altarraum auf-gesetzt. Auch die Ausstattung der Kapelle wurde erneuert.


In der linken Ecke der Kapelle wurde auf
einem Sockel die Glocke der ehemaligen
Barackenkirche aufgestellt, die in der
oberösterreichischen Glockengießerei
des Stiftes St. Florian im Jahre 1948
vom „Meister Joh. Dettenrieder“ gegos-

sen wurde und die Umschrift trägt
„Hl. Joseph, bitte für uns“.


In der Mitte der Altarnische hängt ein
großes, geschnitztes Kreuz von Josef
Fischnaller. Seitlich der Altarnische be-
findet sich der Tabernakel, dessen Tü-
ren von Prof. Alfred Stifter, Linz, ent-
worfen und von Heinz Mayrhofer,
Pierbach (von dort stammte Pfarrer Koller), in Email ausgeführt wurde. Dargestellt sind darauf symbolisch die fünf Wunden Christi. Die Mitte bildet ein großes Herz, dessen Herzwunde so dargestellt ist, das durch das Öffnen des Tabernakels sich auch die Herzwunde symbolisch öffnet.


Die Madonna ist eine Kopie der gotischen Madonna
der Heimatkirche von Pfarrer Koller in Pierbach. Sie
wurde von Johann Langthaler, Pierbach, angefertigt.


Das Marienfenster ist wie auch die Glasfenster der
Kirche von Prof. Alfred Stifter, Linz, entworfen und
in der Glaserei des Stiftes Schlierbach angefertigt
worden. In diesem Fenster ist farblich der Inhalt des
Rosenkranzes dargestellt: Die weiße Farbe steht für
den freudenreichen, die rote Farbe für den schmerz-
haften und die goldene Farbe für den glorreichen
Rosenkranz. Die blaue Farbe bildet den Hintergrund,
den Himmel.

Pfarrer Koller hat das Fenster so beschrieben: „Die
ganze Farbensymphonie steigt wie eine große Flam-
me zu Gott empor, der in ‚unzugänglichem Lichte
wohnt’ und erinnert an den ‚brennenden Dornbusch’,
aus dem Gott zu Mose sprach, damit er seinem Volk
Befreiung und Erlösung bringe.“